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Mammographie

Mammographie - Einsatzbereiche
Die Mammographie ist eine Untersuchung der weiblichen Brust mit Röntgenstrahlung, die zur Früherkennung von Brustkrebs dient. Bei Brustkrebs sind die Heilungschancen umso höher, je früher man ihn erkennt.

Wie funktioniert diese Untersuchung?
Die Röntgenstrahlung durchdringt die Brust und bildet sie auf ein Röntgenbild ab. Schon kleinste Anzeichen und Hinweise auf Brustkrebs sind darauf erkennbar.




Ist diese Untersuchung schädlich?
Bei einer Mammographie ist die Patientin weniger Strahlung ausgesetzt als innerhalb eines Jahres in ihrer natürlichen Umgebung vorkommt. Die Strahlenbelastung ist also relativ gering.

Was erwartet mich?
Für eine Mammographie muss man etwa 10 Minuten rechnen. Die Brust wird im Röntgengerät flachgedrückt, um die Strahlenbelastung so niedrig wie möglich zu halten und hochqualitative Bilder zu erhalten. Typischerweise werden von jeder Seite zwei Bilder angefertigt. Wir sind bemüht, Ihrem überweisenden Arzt das Ergebnis rasch zukommen zu lassen. Gemäss den europäischen Richtlinien nehmen wir bei allen Patientinnen Zweit- und Drittlesungen vor. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir nur bei sehr klaren Befunden das Ergebnis sofort mitteilen können und sich Teilaspekte der Befundung gelegentlich ändern können.

Was muss ich beachten?
Es ist günstiger, eine Mammographie in der ersten Zyklushälfte durchführen zu lassen, weil dann das Gewebe weniger Wasser eingelagert hat. Das macht das Zusammendrücken weniger unangenehm und man erhält bessere Röntgenbilder.

Unser Gerät
Unser Röntgeninstitut verfügt über das neue volldigitale Mammographiegerät "Giotto" mit eigener Bildverarbeitung. Damit führen wir die Mammographie für die Patientin so schnell und angenehm wie möglich durch. Das Gerät ist sehr beweglich und auch für Patientinnen im Rollstuhl geeignet. Gleichzeitig sorgt das System für eine möglichst niedrige Strahlendosis - individuell für Ihre Brustgrösse und Gewebeart berechnet.

Gewebeentnahmen (Stanzbiopsien)
Eine Gewebeuntersuchung wird erforderlich, wenn bei der Mammographie ein unklarer Knoten entdeckt wird. Für eine Gewebeentnahme setzt man etwa 30 Minuten an. Bitte reservieren Sie sich insgesamt ca. 1 h für Vorbereitung, Untersuchung und Gewebsentnahme.

Mit einer dünnen Hohlnadel wird dabei unter örtlicher Betäubung Gewebe aus dem Knoten entnommen und untersucht. Innerhalb von 1 bis 2 Tagen erfährt die Patientin das Ergebnis. Wir können unklare Knoten, die verkalken, mit einer eigenen dafür optimierten Röntgenanlage entnehmen (Stereotaxie). Für Knoten, die im Ultraschall erkennbar sind, verwenden wir die Ultraschalluntersuchung zur Gewebeentnahme. Falls Knoten in beiden Verfahren nicht erkannt werden können, steht als letzte Möglichkeit die MR- gesteuerte Biopsie zur Verfügung. Die MR- gesteuerte Biopsieentnahme nimmt selbst ca. 45 Minuten in Anspruch, bei mehreren Biopsieorten kann sie auch 70 Minuten dauern. Nehmen Sie sich mit Vorbereitung und Nachbetreuung daher etwa 2 Stunden Zeit.