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Fetale MRI



Was ist die fetale MRI?

Unter der fetalen MRI (auch gelegentlich als fötale MRI bezeichnet) versteht man ein bildgebendes Verfahren, das dazu dient, übersichtliche Bilder von der Entwicklung des Kindes im Mutterleib anzufertigen. Die ersten Versuche, solche Bilder zu gewinnen, sind etwa 25 Jahre her. Mit den schnellen Magnetresonanztomographiegeräten erst in den 90er Jahren wurde dieses Untersuchungsverfahren für alle Kinder zugängig. In der Geburtshilfe ist die Ultraschalluntersuchung die etablierte Methode der Wahl. Die fetale MRI versteht sich als ergänzende Methode bei Kindern, die bereits im Ultraschall nachgewiesene Fehlbildungen haben. Die MRI kommt zur Anwendung, um diese zu präzisieren. Gelegentlich soll auch die Verdachtsdiagnose durch ein weiteres Verfahren erhärtet werden, um die werdenden Patienteneltern besser beraten zu können. Selten wird die Magnetresonanztomographie bei wiederholt schlechten Ultraschallbedingungen verwendet, um die Sonographie zu ersetzen.

Was erwartet mich bei einer fetalen MRI - Untersuchung?

Wie bei einer MRT einer anderen Körperregion ist es erforderlich, dass die werdende Mutter die Strassenkleider ablegt, um z.B. Metallartefakte zu vermeiden, und ein Untersuchungshemd anlegt. Danach werden Sie in den Scanner gelagert, wobei auf den Bauch Sende- und Messantennen platziert werden. Sie haben dabei die Wahl zwischen der Lagerung auf dem Rücken und der Linksseitenlage. Bevorzugen Sie die jeweils bequemere Lage. Die Untersuchung dauert insgesamt zwischen 30 Minuten und einer Stunde, je nachdem, wie stark das Kind sich bewegt. Darauf haben wir jedoch keinen Einfluss.

Wird Kontrastmittel oder ein Medikament gespritzt?

Es besteht zwar die Option bei Patientinnen mit Platzangst, ein Beruhigungsmittel zu verabreichen. Jedoch möchten wir auch die Bewegung des Kindes in unsere Auswertung mit aufnehmen. Weil das Kind ebenfalls durch das Medikament beruhigt würde, versuchen wir darauf zu verzichten. Kontrastmittel kommt nicht zur Anwendung.

Gibt es Nebenwirkungen für das Kind?

Mittlerweile liegen längerfristige Beobachtungsstudien vor. Diese zeigen, dass keine Schäden hervorgerufen werden. Wir orientieren uns bei der Hochfrequenzbelastung während der Untersuchung an den strengen Richtlinien der Europäischen Union.

Wann erfahre ich das Ergebnis?

Wir werten die Untersuchung in einem interdisziplinären Team aus. Dies dauert normalerweise mehrere Stunden, findet jedoch am gleichen Tag statt. Um Missverständnisse und Fehlinterpretationen zu vermeiden, wird das Ergebnis schliesslich zusammenfassend mit dem Geburtshelfer diskutiert und vom Geburtshelfer mitgeteilt.