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Durchleuchtung

Durchleuchtung - Einsatzbereiche
Die Durchleuchtung wird zur Untersuchung von Speiseröhre, Magen und Darm oder aber zur Darstellung von Arterien und Venen eingesetzt (z. B. vor einer Operation zur Entfernung der Venen). Bei Gelenkpunktion kann der Gelenkraum gezielt dargestellt werden (Arthrographie). Gelegentlich dient die Durchleuchtung anstelle der Computertomographie zur Schmerztherapie.

Wie funktioniert diese Untersuchung generell?
Durch Verwendung von schwachen, anhaltenden oder gepulsten Röntgenstrahlen kann der Röntgenarzt eine „Live-Übertragung“ der Bilder auf einem Bildschirm verfolgen und dabei auch gezielte Röntgenaufnahmen anfertigen.

Durchleuchtung von Speiseröhre, Magen und Darm - Was erwartet mich?
Zunächst nehmen Sie ein Kontrastmittel ein. Das ist eine für Röntgenstrahlung fast undurchlässige, jod- oder bariumhaltige Flüssigkeit. Je nach Fragestellung und Vorgeschichte wird entweder das eine oder andere röntgendichte Kontrastmittel verwendet. Das Kontrastmittel wird für Untersuchungen der Speiseröhre und des Magens getrunken oder - für gewisse Darmuntersuchungen -  über eine Sonde (Plastikschlauch) zugeführt. Eine Durchleuchtungsuntersuchung dauert typischerweise zwischen 15 und 40 Minuten. Gelegentlich wird die Untersuchung durch Röntgenbilder zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt.

Durchleuchtung zur Gefässdarstellung - Was erwartet mich?
Zuerst wird ein jodhaltiges Kontrastmittel in ein oberflächliches Blutgefäss gespritzt. Dadurch werden die Venen bei der Durchleuchtung sichtbar und es werden Röntgenbilder der Venen (Phlebographie) oder Arterien (Angiographie) angefertigt. 

Durchleuchtung bei Gelenkpunktion und Schmerztherapie
Die Durchleuchtung kommt auch bei bildgesteuerten kleinen Eingriffen wie Gelenkspunktionen und selten auch bei Schmerztherapien zum Einsatz. Bei den Gelenkspunktionen dient das Kontastmittel zur Aufweitung des Gelenks und stellt die im Gelenk liegenden Bänder besser dar. Häufig wird die Arthrographie des Gelenks mit einer Magnetresonanztomographie (MRT) des Gelenks kombiniert, da die Kombination dieser Untersuchungsverfahren sämtliche wichtigen Strukturen der Gelenke darstellen kann und bildgebend keine Wünsche offenlässt. Bitte beachten Sie, dass Sie in Anschluss an Arthrographien insbesondere von Schulter, Handgelenk oder Hüftgelenk nicht selbst mit dem Auto nach Hause fahren sollten.